Bitte beachten!

Wegen des erhöhten Corona-Inzidenzwertes in Wuppertal finden bis auf Weiteres keine Stadtführungen statt!


Engels 2020

Unsere Veranstaltungen im Engelsjahr

Das MIK Museum Industriekultur Wuppertal und der Förderverein Historisches Zentrum e.V. beteiligen sich mit zahlreichen Aktionen am Engelsjahr 2020. Hier finden Sie einen kleinen Überblick über unsere Veranstaltungen zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels.

Dazu zählen:

  • Sonderausstellung "Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa"
  • Engels-Stadtführungen
  • Dialogrunde "Engels neu denken"
  • Schülerwettbewerb "Wer war Friedrich Engels?"
  • "Industriegeschichte privat": Editions- und Ausstellungsprojekt
  • Sonderausstellung "Friedrich Engels auf den Briefmarken der Welt"
  • Restaurierung der Engels-Gräber in Barmen

Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa

Sonderausstellung zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels

Friedrich Engels` 200. Geburtstag feiert Wuppertal mit einer Sonderausstellung vom 15. Mai bis zum 20. September 2020 im „Haus der Jugend“, unweit zu seinem Geburtsort in Barmen.

Die Ausstellung richtet einen historischen Blick auf den Unternehmer, Philosophen und Sozialkritiker, Schriftsteller und Journalisten, Revolutionär und Visionär, aber auch auf den pflichtbewussten Sohn, treuen und großzügigen Freund und geselligen Gastgeber. Sie schildert sein bewegtes Leben zur Zeit der „industriellen Revolution“, das ihn von Wuppertal aus nach Bremen, Berlin, Paris, Brüssel, Köln, Manchester und London führen sollte. Mit vielen Exponaten, Werken, Bildern und vor allem zeitgenössischen Fotos werden Ereignisse, Lebens- und Arbeitswelt auf dem Weg in die Moderne gezeigt, wie auch Engels sie wahrgenommen hat. Highlights der Sonderausstellung sind Erstausgaben bedeutender Werke von Friedrich Engels sowie originale Handschriften, Karikaturen und Manuskripte, die – multimedial inszeniert – das vielseitige Denken Engels` verdeutlichen. Hinzu kommen persönliche Gegenstände Friedrich Engels` und eine Vielzahl an Exponaten, die Einblick geben in Leben, Werk und Persönlichkeit des berühmtesten Sohns der Stadt Wuppertal.

Nähere Informationen finden Sie im Homepage-Bereich "Sonderausstellungen" und auf der Seite www.engels2020.de.


Engels-Stadtführungen

Wegen des erhöhten Corona-Inzidenzwertes in Wuppertal sind alle Stadtführungen ab dem 02. November bis zum Ende des Jahres abgesagt!

Individuelle Sonderführungen können bis auf Weiteres nicht mehr gebucht werden.

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag. Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal.

Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte, dazu bietet das MIK Museum Industriekultur Wuppertal folgende Stadtführungen an:

1. Herkunft und Familie von Friedrich Engels – Erkundung rund um denn Engelsgarten

Im Barmer-Bruch – dem heutigen Engels-Garten – lag die Textilmanufaktur und Fabrikkolonie der Familie Engels.
Zwei Bürger- und zwei Arbeiterhäuser sowie die von Friedrich Engels sen. errichtete Kirche blieben erhalten.
Hier verbrachte der Friedrich Engels seine Jugend, wurde im frommen Geist der Vorfahren erzogen und sammelte soziale Erfahrungen, die ihm später, als Autor von Sozialreportagen, als Philosoph und Politiker von großem Nutzen waren und die er in sein „Compagniegeschäft“ mit seinem Freund Karl Marx einbrachte.
In seinem Elternhaus verfasste er sein Werk über „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“, das ihn bekannt machte.
Mit seinen Verwandten im Bruch blieb Engels zeitlebens in Kontakt. Später wurden im Engelsgarten drei Denkmäler (1958, 1981 und 2014) für den „großen Sohn der Stadt“ und „Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus“ errichtet.
Sie sind zugleich Zeugnisse einer umstrittenen Erinnerungskultur.

Termine: 17.10./24.10./31.10.2020
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr

Termin: 29.11.2020 um 10.00 Uhr
Treffpunkt: Engelsgarten, Plastik von Alfred Hrdlicka (1928-2009) "Die starke Linke"
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 8,-€ p.P.

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

2. Der revolutionäre Friedrich Engels in Elberfeld

In Elberfeld besuchte der Schüler Friedrich Engels das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“.
1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die Soziale Frage sah.
Zur selben Zeit ging Engels schon weiter, indem er hier an der Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“ arbeitete, einer frühsozialistischen Zeitschrift.
Zudem organisierte er die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland.
Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er - damals Redakteur der „Neuen Rheinischen Zeitung“ in Köln - zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach der Amnestie für eine Nacht in Elberfeld, inkognito, weil er der preußischen Polizei nicht traute.

Termine:18.10./01.11.
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr
Termin: abgesagt
Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 8,- p.P.

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

3. Friedrich Engels und das Frühindustrielle Wuppertal

Die Allee in Unterbarmen – heute Friedrich-Engels-Allee - war für einige Jahre der Schulweg des Gymnasiasten Friedrich Engels.
Entlang der Straße lagen die für das Tal so typischen Türkischrotfärbereien, frühen Textilfabriken und Maschinenbauanstalten. Hier lagen die Kneipen, in denen sich die Heimweber am „Liefertag“ trafen und in denen das wüste „Volksleben“ stattfand, das der 19jährige Engels in seinen „Briefen aus dem Wupperthal“ beschrieb.
Hier, im Gasthof „Zur Stadt London“, traf sich Engels konspirativ mit Moses Hess, seinem Mentor, und bereitete mit ihm Deutschlands erste „kommunistische Versammlungen“ in Elberfeld vor.
Und hier logierte Georg Weerth als junger Lehrling, später ein enger Freund und Mitstreiter von Friedrich Engels. Viele noch erhaltene Wohn- und Fabrikgebäude im westlichen Teil der Allee dokumentieren die frühe industrielle Entwicklung der Stadt.

Termine: 25.10.2020
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr
Termin: 28.11.2020 um 10.00 Uhr und 16.00 Uhr
Treffpunkt: Schwebebahnstation Völklinger Straße
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Link zum Ticketkauf:https://www.wuppertal-live.de/User/888

Sonderführung:

4. Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof

Der Unterbarmer Friedhof ist der „Familienfriedhof“ der Familie Engels. Hier wurden Friedrichs Eltern, einige Brüder, Onkel und zahlreiche Nichten und Neffen bestattet. Auch die Gräber von Jugendfreunden, Weggefährten und mutmaßlichen Ideengebern liegen hier. Reiner Rhefus erzählt anhand der Gräber von den Verbindungen, die Friedrich Engels von England aus in seine Heimatstadt pflegte – Kontakte, die zugleich interessante Einblicke in das Leben und Werk des Philosophen und politischen Publizisten gewähren.

Termin: Sonntag, 04.10.2020 um 14.00 Uhr
Treffpunkt: Am Unterbarmer Friedhof 16, Eingang, 42285 Wuppertal
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Link zum Ticketkauf: https://www.wuppertal-live.de/User/888

5. Friedrich Engels und der Aufstieg der deutschen Arbeiterbewegung

Friedrich Engels‘ Leben zu erzählen, bedeutet, vom Aufstieg der deutschen und der europäischen Arbeiterbewegung zu berichten. Das Wuppertal galt seit dem Auftreten von Ferdinand Lassalle als die Hochburg der Sozialisten im Rheinland. Im Wuppertal wurden immer wieder Arbeitervertreter in den Reichstag gewählt. Hier war der Sitz der SPD-Bezirksleitung für die Preußische Rheinprovinz. Wuppertaler Sozialdemokarten wie Hugo Hillmann und Carl Eberle standen in Kontakt mit Friedrich Engels. Der Anwalt Hugo Landé und Emil Müller gehörten gemeinsam mit Friedrich Engels zu den Autoren des Erfurter (SPD-)Programms. Reiner Rhefus führt durch das Luisenviertel und die Elberfelder Nordstadt und berichtet am Beispiel des Wuppertals vom Aufstieg der sozialistischen Arbeiterbewegung und der Rolle, die Friedrich Engels dabei einnahm.

Termin: abgesagt
Beginn: jeweils um 14.00 Uhr
Treffpunkt: Laurentiusplatz
Dauer: 90 Minuten
Kosten: p.P: 8,-€

Link zum Ticketkauf:https://www.wuppertal-live.de/User/888

Kosten und Anmeldung:

Die Teilnahme an einer Stadtführung kostet pro Person acht Euro. Tickets müssen vorab online über Wuppertal-Live gekauft werden: https://www.wuppertal-live.de/User/888. Eine Anmeldungen ist bis zum Vortag 16.00 Uhr möglich.

Die Stadtführungen 1 - 3 können als individuelle Führung für Gruppen gebucht werden, auch in englischer, französischer und spanischer Sprache.
Termine: coronabedingt können dieses Jahr keine individuellen Stadtführungen mehr angeboten werden!
Anmeldung: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de  
Telefon: 0202/ 563 – 4375
Teilnehmeranzahl: 4 Personen je Gruppe
Kosten: 90,00 Euro und für eine fremdsprachige Führung 120,00 Euro pro Gruppe

Weitere Infos zu allen Engels2020- Stadtführungen finden Sie unter: 
https://www.wuppertal.de/microsite/engels2020/veranstaltungen/content/stadtfuehrungen.php

Corona-Schutzbestimmungen:

Hygieneschutzmaßnahmen: Die Teilnehmerzahl pro Gruppe ist zur Zeit auf 4 Personen begrenzt. Der Mindestabstand von 1.50 Metern ist einzuhalten, der Mund-Nasen-Schutz kann jedoch während der Stadtführung abgenommen werden.


Engels neu denken

Sechs Vorträge und Dialogrunden

Auch wenn der Eintritt kostenfrei ist: Für alle Termine der Veranstaltungsreihe ist eine vorherige Anmeldung über das Ticketsystem Wuppertal Live erforderlich. Die entsprechenden Links finden Sie unter den jeweiligen Veranstaltungen.

Beteiligte Akteure/Veranstalter: Rainer Lucas, Reinhard Pfriem, Dieter Westhoff, MIK Museum Industriekultur Wuppertal, Förderverein Historisches Zentrum e.V.

Friedrich Engels hat in seinen Schriften zu vielen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung bezogen, als Wissenschaftler und als Politiker in der europäischen Arbeiterbewegung. Seitdem sind mehr als 130 Jahre vergangen und es stellt sich die Frage, was er uns heute noch zu sagen hat. In den Veranstaltungen wird daher ein Bogen geschlagen von seinem Werk zu aktuellen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung: Globalisierung und Nachhaltigkeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit, verantwortliches und gemeinschaftsorientiertes Unternehmertum, Religion/Moral und Weltanschauung, Dialektik der Natur und Technik sowie Geschlechterverhältnisse/Arbeits- und Lebensformen. Diese Themen verlangen nach einem lebendigen Austausch. Entsprechend wird das Veranstaltungsformat Raum bieten für kritische und auch gegensätzliche Positionen.

Alle Termine im Überblick
 

"Technikentwicklung und die Dialektik der Natur"

Termin: Donnerstag, 13.08 2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Begrüßung: Andreas Mucke, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal
Impulse: Prof. Dr. Lutz Becker (Köln/Solingen), Prof. Dr. Lars Hochmann (Bernkastel-Kues/Hamburg) und Prof. Dr. Uta von Winterfeld (Kassel, Wuppertal). Themen: Fortschrittsverständnis und Naturbeherrschung bei Engels, Ambivalenz des technischen Fortschritts heute, Umgang mit Risiken. Moderation: Rainer Lucas; anschließende Diskussion mit dem Publikum.
 

"Materialismus, Idealismus und Moral heute"

Termin: Donnerstag, 20.08.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Mit welchen weltanschaulichen und geistigen Orientierungen können wir versuchen, die ungelöste soziale Frage zu bewältigen? Darüber diskutieren Dr. Eva Bockenheimer (Köln), Prof. Dr. Martin Büscher (Bethel/Wup-pertal) und Ulrich Klan (Wuppertal). Moderation: Prof. Dr. Reinhard Pfriem; anschließende Diskussion mit dem Publikum.
 

"Geschlechterverhältnisse, Arbeits- und Lebensformen"

Termin: Dienstag 25.08.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Impulse von Dr. Gisela Notz (Berlin) und Prof. Uta von Winterfeld (Kassel/Wuppertal). Moderation: Rainer Lucas (Wuppertal); anschließende Diskussion über die historischen Bezüge und aktuelle Fragestellungen mit dem Publikum.
 

„Engels in Oberbarmen – Wohnen, Leben, Arbeiten heute, Alltagsexpert*innen berichten“

Termin: Dienstag 22.09.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: Färberei (Peter-Hansen-Platz 1, 42275 Wuppertal)
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Eindrucksvoll beschreibt Friedrich Engels die schlechten Arbeits- und Lebensverhältnisse im englischen Manchester. Wenn er heute nach Oberbarmen käme, hätte er wieder viel zu tun. An diesem Abend wird Engels von Roland Brus und seinem Team aus der Geschichte in die Stadt von heute geholt. Wie geht Wohnen, Leben, Arbeiten (und nicht Arbeiten) heute in Wuppertal? Alltagsexpert*innen berichten, lesen, erzählen. Zudem gibt es von Hans-Dieter Westhoff („Die zwei Gesichter der Arbeit“) eine Einführung in das Denken von Friedrich Engels.
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation von Mobiler Oase Oberbarmen, Färberei, Agentur für besondere Maßnahmen und „Die Wüste lebt!" unter der künstlerischen Leitung von Roland Brus und Hans Neubauer.  
 

"Unternehmertum und gemeinschaftsorientiertes Wirtschaften"

Termin: Dienstag 07.10.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: im Knipex-Forum (Zum Krusen, 42349 Wuppertal)
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Zunehmende soziale Verwerfungen und ökologische Zerstörungen fordern mehr gesellschaftliche Verantwortung. Dr. Burghard Flieger (Freiburg), Prof. Dr. Reinhard Pfriem (Essen-Kettwig) und Ralf Putsch (Geschäftsführer der Firma Knipex, Wuppertal) fragen sich: Wie sieht die Zukunft des Unternehmertums aus? Moderation: Prof. Dr. Lutz Becker; anschließende Diskussion mit dem Publikum.
 

"Kapitalismus, Globalisierung und nachhaltige Entwicklung"

Die für den 29. Oktober 2020 geplante Veranstaltung "Kapitalismus, Globalisierung und nachhaltige Entwicklung" der Reihe "Engels neu denken" in der City-Kirche Elberfeld muss aufgrund des erhöhten Corona-Inzidenswertes in Wuppertal leider verschoben werden. Sobald ein neuer Termin feststeht, wird dieser hier bekannt gegeben.

Termin: Donnerstag 29.10.2020, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: City-Kirche Elberfeld (Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal)
Eintritt: frei, vorherige Anmeldung über Wuppertal Live notwendig: 
www.wuppertal-live.de

Die Referenten Prof. Dr. Michael Krätke (Amsterdam) und Prof. Dr. Peter Hennicke (Wuppertal) knüpfen an Engels‘ Analysen des Kapitalismus und dessen Gesellschaftskritik an und diskutieren Perspektiven des gesellschaftlichen Wandels. Moderation: Prof. Dr. Reinhard Pfriem; anschließende Diskussion mit dem Publikum.
 

Weitere Infos zu den Veranstaltungen

Barrierefreiheit:
Die Citykirche (Kirchplatz 2) ist über eine Rampe erreichbar. Es gibt keine behindertengerechte Toilette. Für Hörbehinderte gibt es Induktionsschleifen.
weitere Infos: Citykirche Wuppertal

Förderung:  MIK Museum Industriekultur der Stadt Wuppertal als Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Friedrich Engels - ein Gespenst geht um in Europa“ sowie der Förderverein des Historischen Zentrums.

 


Wer war Friedrich Engels?

Schülerwettbewerb Engels2020

  • Beteiligte Akteure/Veranstalter: Förderverein Historisches Zentrum e.V. in Kooperation mit dem Bergischen Journalistenverein e.V. im Deutschen Journalistenverband NRW und dem Historischen Zentrum Wuppertal, efördert durch die Johannes-Rau-Stiftung
  • Zielgruppe: Der Wettbewerb richtete sich an Schüler*innen der Jahrgangsstufen 4 bis 13 aller Schulen aus Wuppertal und Umgebung
  • Zeitraum: September 2019 – Juli 2020

Ziel des Wettbewerbs war es, dass sich Schüler der Jahrgangsstufen 4 bis 13 mit der historischen Persönlichkeit Friedrich Engels auseinandersetzen. 

Ob Plakate, ein selbst gestaltetes Buch oder Engels-Taschen: Die Einsendungen für den Schülerwettbewerb „Wer war Friedrich Engels?“ waren zahlreich und vielfältig. Nun hat eine zwölfköpfige Jury mit prominenten Mitgliedern die Gewinner ausgewählt. Bei einer Preisverleihung in der Kunsthalle Barmen/Haus der Jugend wurden am gestrigen Dienstagabend (18. August 2020) die ersten drei Plätze gekürt.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 und 13 des Berufskollegs am Haspel mit Schwerpunkt Grafik und Design belegen mit ihrer künstlerisch-historischen Projektarbeit den ersten Platz: Die Mädchen und Jungen haben unter anderem Plakate und Engels-Taschen entworfen. Ihr Gewinn ist eine mehrtägige Reise für beide Klassen nach Berlin. Mit seinem handschriftlich gestalteten Buch landet Levin von Schwanenflügel von der Rudolf-Steiner-Schule auf Platz zwei des Wettbewerbs. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 des Gymnasiums Sedanstraße erreichen mit ihren selbst gestalteten Bildern zu „Türkischrot“ den dritten Platz.


Industriegeschichte privat!

Die Korrespondenz der Familie Engels (1791-1858) online

Beteiligte Akteure/Veranstalter: Prof. Dr. W. Lukas und Prof. Dr. K. Wolf (BUW), Historisches Zentrum Wuppertal, F. Etling, D. Grieshammer; Schauspieler sowie Studierende des Standorts Wuppertal der HfMT Köln
Veranstaltungsort: Engels-Haus
Datum: wird noch bekannt gegeben

 

Das Stadtarchiv Wuppertal birgt einen Schatz von ca. 350 Briefen der Familie Engels, die im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen dem Historischen Zentrum und der Bergischen Universität online ediert werden. Die aus der Zeit der Familienvorfahren (Johann Caspar Engels, Friedrich Engels sen. u.a.) stammenden, erst in den 90er Jahren entdeckten und von der Marx-Engels-Forschung bislang weitgehend unbeachteten (Privat- und Geschäfts‑)Briefe aus der Zeit der Spätaufklärung bis zum Nachmärz bezeugen den Aufbau weitreichender Ge­schäftsbeziehungen der Familie Engels auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Sie stellen wertvolle Dokumente aus der Frühphase der Industrialisierung dar und enthalten reiche Information im Hinblick auf die zeitgenössische Ereignisgeschichte (u.a. napoleonische Besatzung in Elberfeld) sowie die Mentalitäts- und Alltagsgeschichte. Ziel des Projekts ist die Erstellung einer digitalen, öffentlich zugänglichen Online-Edition, die die Brieftexte philologisch-kritisch ediert und durch historisch kontextualisierende Kommentierung erschließt.

Zur öffentlichen Präsentation im neu renovierten Engelshaus geben Editoren, Archivare und Mediengestalter Einblick in das Projekt. Ausgewählte Briefe werden von Schauspielern gelesen. Studierende des Standorts Wuppertal der HfMT Köln übernehmen die musikalische Rahmung mit zeitgenössischen Kammermusikwerken.


Friedrich Engels auf den Briefmarken und Münzen der Welt

Sonderausstellung

  • Beteiligte Akteure/Veranstalter: Förderverein Historisches Zentrum, PHILAG Wuppertal e.V., Münzfreunde Wuppertal e.V., Historisches Zentrum Wuppertal
  • Veranstaltungsort: Lichthof Rathaus Wuppertal, Johannes-Rau-Platz 1
  • Zeitraum: Wegen der Coronapandemie ist die Briefmarkenausstellung auf 2021 verschoben worden,
  • Uhrzeit: Öffnungszeiten Rathaus Wuppertal
  • Kosten: Eintritt frei
  • Besonderheit: am 28.11.2020 gibt es einen Sonderstempel zum 200. Geburtstag Friedrich Engels`

Seit ca. 100 Jahren sind mehrere Hundert Briefmarken mit Friedrich Engels und/oder Karl Marx erschienen. Die von beiden zusammen entwickelten neuen Ansätze in den Bereichen Philosophie, Ökonomie und Politik haben das 20. Jahrhundert weltweit mitgeprägt. Aber auch im 21. Jahrhundert werden die Gedanken von Engels und seinem Freund weiter diskutiert. Obwohl die Länder des früheren Ostblocks besonders stark vertreten sind, ist z.B. schon 1919 die erste Briefmarke mit dem Porträt von Engels erschienen. Die Briefmarkenausstellung im Lichthof des Barmer Rathauses präsentiert unter anderem die schönsten Stücke aus der umfangreichen Sammlung von Rolf Walther und bettet die Engels-Briefmarken in ihren historischen Kontext ein.


Die Engels-Gräber in Unterbarmen

Restaurierungsprojekt

  • Beteiligte Akteure/Veranstalter: Förderverein Historisches Zentrum e. V. und Ev. Friedhofsverband
  • Zielgruppe: Interessierte an Friedrich Engels und seiner Familie und Interessierte in der Wuppertaler Geschichte
  • Veranstaltungsort: Unterer Bereich des Unterbarmer Friedhofs, Am Unterbarmer Friedhof 16
  • Datum und Zeitraum: Besuchsmöglichkeit der restaurierten Grabanlage täglich nach der Sommerpause 2019

Die in empfindlichem Sandstein gehaltenen Grabsteine auf dem traditionsreichen Unterbarmer Friedhof werden z. Zt. mit Hilfe des Fördervereins Historisches Zentrum restauriert. Im Mittelpunkt steht das Grab von Friedrich Engels Senior. Die Anlage entpricht in der Größe der vergleichbarer Gräber Wuppertaler Industrieellenfamilien, ist jedoch bescheidener gehalten. Friedrich Engels Junior ist bekanntlich hier nicht beigesetzt. Seine Asche wurde auf seinen Wunsch hin in der Nordsee verstreut. Die Gräber sind unweit des Eingangsbereichs des Friedhofs zu erreichen. Sie werden wahrscheinlich im Engelsjahr ein Besuchsort sein, an dem es interessante Dinge zu erzählen gibt.

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